FAQ

Wir bekommen sehr viele verschiedene Fragen zu unseren Produkten, diese Seite soll dabei helfen die häufigsten Fragen zu beantworten. Sollte sich hier nicht die Information verbergen welche Sie brauchen, zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren. Wir versuchen Ihnen so rasch wie möglich die nötige Information zu übermitteln.

Plattenspieler von Pro-Ject Audio Systems sind so gebaut, dass sie zum jeweiligen Preis den bestmöglichen Klang bieten. Jedoch ist, wie bei den meisten anderen High-End-Plattenspieler, das von einigen Konsumenten historisch geschätzte und gewünschte Komfortmerkmal „Endhabhebung“ nicht integriert. Eine Endabhebung/abschaltung ist zwar bequem, weil der Tonarm am Ende der Schallplatte automatisch abgehoben wird und das lästig erscheinende „Plopp - Plopp - Plopp“ unterbleibt. Jedoch geht eine solche zusätzliche Komfortfunktion bei gegebenem Gesamtpreis immer auf Kosten der Klangqualität. Die nicht für den Klang aber für den Bequemlichkeits-Gewinn notwendige Mechanik schränkt die freie Beweglichkeit des Tonarms ein, was die Abtastung der wertvollen (und heute oft unersetzbaren Schallplatten) erschwert. Dies äußert sich in Form hörbarer Verzerrungen und gleichzeitig erhöhter Plattenabnutzung. Zusätzlich ist die Zuverlässigkeit der Funktion oft nicht gegeben, weil der Beginn der Auslaufrille von Platte zu Platte stark variiert. Der Abstand vom Ende des letzten Titels zum Label kann zwischen wenigen Millimetern und mehreren Zentimetern betragen. Um die beste Klang/Preis-Relation gewährleisten zu können, ist die Endabhebung in unseren Plattenspielern nicht eingebaut. Für alle, die auf dieses Feature nicht verzichten möchten, führt Pro-Ject Audio Systems Q-UP im Sortiment. Q-UP ist preisgünstig und kann sehr einfach auf beinahe jeden Plattenspieler montiert werden, beeinträchtigt die Klangqualität nicht und hebt den Tonarm am Plattenende ab.

Ja! Das Modell Pro-Ject Xpression III Comfort (nicht mehr in Produktion) hat eine Endabschaltung. Diese wird opto-elektronisch ausgelöst, stoppt den Antriebsmotor bei Erreichen der Auslaufrille und hebt den Arm mit einem Motorlift an. Der Arm wird nicht zurückgeführt.

Vom Motor erzeugte Vibrationen, Trittschall und andere von außen auf den Plattenspieler einwirkende Schwingungen verschlechtern die Wiedergabequalität. Abhilfe schafft eine:

  • Entkopplung des Motors von Chassis, Teller und Tonarm-/Tonabnehmerkombination.
  • Entkopplung des Chassis und des Motors vom Subchassis, auf welches Teller und Tonarm-/Tonabnehmerkombination montiert sind.
  • Getrennte Aufstellung von Motoreinheit und Chassis mit Teller und Tonarm-/Tonabnehmerkombination.

Bei allen Plattenspielern außer den Modellen der RPM-Line, Elemental-Line und Signature-Line ist eine auf Scharniere gesetzte Staubschutzhaube im Preis enthalten. Abnehmen während des Spielens verbessert unter puristischen Gesichtspunkten den Klang, da sich die Resonanzen einer zugeklappten oder offenen Haube über das Chassis und den Tonarm auf den Tonabnehmer übertragen. Die Plattenspieler sind daher in den Prospekten auch ohne Haube abgebildet. Wichtig für die Bemessung der Aufstellfläche des Plattenspielers: Die benötigte Gesamttiefe wird bei geöffneter Haube größer, siehe unter „Technischen Daten“ in der Produktinformation. Für die Modelle der RPM-Linie sind optional und gegen Aufpreis Universal-Staubschutzhauben aus transparentem Acrylglas verfügbar. Nur für die Modelle der Bauart RPM 9 gibt es eine einfachere und kostengünstigere Haube aus Kunststoff. Alle optionalen Hauben werden über den Plattenspieler gestülpt und während des Betriebs abgenommen.

Da sich die Skating Kraft von innen nach außen ändert ist eine variable Antiskating Lösung mittels Faden und Gegengewicht die einzig korrekte, audiophile Lösung. Je nach Position des Tonabnehmers und Tonarms verändert sich die Antiskating-Kraft entsprechend um einen optimalen Klang zu gewährleisten.

Historisch sind Plattenspieler und Tonabnehmer verschiedene Produktgattungen. Die meisten Plattenspielermarken hatten keine eigene Tonabnehmerfertigung. Die Tonabnehmerspezialisten wiederum bauten in der Regel keine Plattenspieler. Deshalb werden noch heute vor allem im hochpreisigen Segment Plattenspieler und Tonabnehmer individuell auf die Hörgewohnheit und das Budget des Kunden sowie auf die Klangstimmigkeit der Gesamtanlage ausgerichtet.

Nicht immer. Da die meisten Käufer von Hifi-Anlagen in den letzten 20 Jahren mit zunehmender Zahl gar keinen Plattenspieler mehr hatten, bestand für die Hersteller auch kein Grund mehr, einen Phonoeingang mit entsprechendem Phono-Vorverstärker einzubauen. Dies gilt für die Mehrzahl aller preiswerten Verstärker, Surround-Receiver und für praktisch alle Mini-Anlagen. Den gewonnenen Platz nahm ein (auch dringend benötigter) weiterer Hochpegel-Eingang ein. In neuerer Zeit hat die Ausstattung mit Phonoeingängen aber wieder zugenommen. Prüfen Sie, ob Ihr Verstärker einen Phonoeingang (Buchsen-/Eingangswahl-Bezeichnung PHONO oder RIAA) hat. Falls nicht, benötigen Sie eine Phono Vorstufe. In unserem Box Design Programm bieten eine breites Sortiment Vorverstärker an. Auch haben die in Verstärkern bereits eingebauten Phono-Vorverstärker nicht immer eine optimale Qualität. Die Klangqualität eines Plattenspielers wird durch den Einsatz einer externen Phono Vorstufe oft erheblich gesteigert. Phono-Vorverstärker werden zwischen Plattenspieler und Hochpegeleingang des Verstärkers (AUX, TAPE IN, RESERVE, LINE IN) eingeschleift, dürfen also nicht zusätzlich am Phonoeingang angeschlossen werden. In unseren Phono USB Modellen ist eine Phono Vorstufe bereits integriert. Diese Modelle werden daher ebenfalls an einen Hochpegeleingang angeschlossen.

Ab der Essential Line (ausgenommen Essential III) verfügen all unsere Plattenspieler über ein beiliegendes Standardkabel. An das Anschlussterminal können auch andere Cinch-Kabel angeschlossen werden, was zu unterschiedlichen Klangergebnissen führt. Ein beliebtes Thema für den Klangtüftler! Bei allen kleineren Modellen ist ein Austausch des fest angelöteten Cinch-Kabels nur mit erheblichem Aufwand möglich und lohnt nur in seltenen Fällen.

Die Standardgeschwindigkeit aller Plattenspieler von Pro-Ject beträgt für die heute meist gespielten Langspielplatten 33 U/Min. „Single“-Platten - sie enthalten pro Plattenseite nur einen einzigen Song, also einen „Single“- werden mit 45 U/Min abgespielt. Hierzu wird der Riemen auf dem Motor-Pulley manuell von der Stufe 33 U/Min auf die Stufe 45 U/Min gelegt. Vorher muss bei einigen Modellen der Teller abgenommen werden. Andere Modelle haben im Teller zwei Durchgrifföffnungen eingefräst, durch die nach Abnehmen der Filzmatte Motor-Pulley und Riemen zugänglich sind.

Einige unserer Plattenspieler haben eine elektronische Geschwindigkeitsumschaltung im Motor integriert, diese Modelle beinhalten oft die Bezeichnung "SB" in deren Namen. Bei diesen Modellen kann die Geschwindigkeit mittels Knopfdruck geändert werden.

Hierfür ist bei einigen Modellen das 78 RPM Pulley Set nötig.

Nein, meistens nicht. Für Ortofon Systeme der Serien OM und 2M liefern wir einen Nadeleinschub speziell für das Abspielen von Shelllack-Platten, der einfach gegen den Originaleinschub ausgetauscht wird. Eine Neujustage des Tonabnehmers ist nicht erforderlich. Für den Festeinbau in allen anderen Modellen liefern wir den kompletten Tonabnehmer Ortofon OM 78

Üblicherweise wird mit entfernten Sicherheitsschrauben ein besseres Klangergebnis erzielt. Daher empfehlen wir grundsätzlich die Demontage von Sicherheitsschrauben. Der Motor hängt dann frei in der Aufhängung und Vibrationen werden durch den O-Ring absorbiert. Leider beeinflussen jedoch viele externe und unvorhersehbare Einflüsse die Laufruhe des Motors beträchtlich. Jeder Motor ist ein individuelles Bauteil, welches sich unterschiedlich zu verschiedenen Einflussfaktoren verhält. So beeinflusst die Reinheit des Wechselstroms das Vibrationsverhalten des Motors sehr stark. Selbst die Art des verwendeten Netzteils (110V oder 220/30V) verändert die vom Motor erzeugten Vibrationen. Eine Vielzahl anderer externer Faktoren beeinflusst die Laufruhe des Motors zusätzlich negativ. Die Motoren werden zwar in unserem Werk auf Laufruhe und Vibrationen getestet und dementsprechend selektiert, es können aber nicht alle möglichen Kombinationen ausgetestet bzw. vorhergesehen werden. Die freie Motoraufhängung reduziert die Übertragung dieser Vibrationen auf das Chassis weitestgehend. Im schlimmsten Fall können die Vibrationen des Motors in einem bestimmten Frequenzbereich jedoch so stark werden, dass die Aufhängung die Vibrationen noch verschlimmert! Daher ist es in manchen Fällen ratsam die Sicherheitsschrauben des Motors befestigt zu lassen, um dem Motor zusätzliche Stabilität zu geben. Die Schrauben dürfen aber keinesfalls zu stark angeschraubt werden, da sonst die dämpfende Wirkung der Aufhängung verloren geht! Die richtige Stärke kann nur mittels Versuch und Irrtum herausgefunden werden. Sobald beim Abspielen einer Spur ohne Signal kein Brummen aus den Lautsprechern zu hören ist, ist die korrekte Justierung erreicht. Seit einiger Zeit verwenden wir für die Aufhängungen ein neuartiges Material. Dämpfer aus Thermo Elaso Plastimer (TPE) sind an jedem Auflagepunkt der Aufhängung montiert. Diese vermindern zusätzlich die Übertragung unerwünschter Vibrationen. Achtung! Oft wird ein brummender Motor mit elektrischen Erdungsgeräuschen, verursacht durch fehlende oder unzureichende Erdung des Plattenspielers, verwechselt. Sollte bei angehobener Abtastnadel ein „Brummen“ hörbar sein, so überprüfen Sie bitte den Anschluss des Erdungskabels. Dies hat nichts mit falscher Motorfixierung zu tun! Für ältere Debut, 1Xpression und RPM-5.1 Versionen bieten wir ein upgrade Kit an, welches die neuen, verbesserten O-Ringe und ein Set TPE Dämpfer enthält.

Nein, Plattentellerlager von Pro-Ject Plattenspielern werden werksseitig mit einem hochwertigen Ölfilm ausgestattet, der eine jahrelange reibungsfreie Funktion gewährleistet. Unabhängig von der Häufigkeit der Verwendung eines Plattenspielers empfehlen wir von Zeit zu Zeit zu prüfen, ob noch ausreichend schützender Ölfilm vorhanden ist. Achtung! Ist kein oder zu wenig schützender Ölfilm vorhanden, so kann das bei Inbetriebnahme des Plattenspielers zu einem vorzeitigem Verschleiß des Plattentellerlagers führen. Um eine ausreichende Schmierung sicherzustellen und dem vorzeitigen Verschleiß des Plattentellerlagers vorzubeugen, empfehlen wir die Verwendung unseres Spezial-Lageröls `Lube it´, welches über alle Fachhändler zu beziehen ist.

Es gibt keinen empfohlenen Zeit-Wert ab wann das Schmier-Fett oder das Schmier-Öl erneuert werden soll, da es auf viele Faktoren, wie Klima und Feuchtigkeit, ankommt. Im Ideal-Fall erneuern Sie es so oft Sie es für richtig empfinden. Je öfter, desto besser.

Es besteht kein Risiko wenn Sie zu viel Öl oder Fett verwenden, im schlimmsten Fall müssen Sie den Plattenspieler abwischen um ihn wieder sauber zu bekommen, sollte Fett oder Öl aus dem Lager herausgedrückt werden.

Es gibt hierbei keinen empfohlenen Zeit-Wert ab welchem der Riemen getauscht werden sollte. Normalerweise halten die Riemen ungefähr 1000 Stunden. Jedoch hängt auch hier vieles von der Umgebung ab in welchem er genutzt wird, so haben zum Beispiel Temperaturen einen großen Einfluss, vor allem wenn häufige Schwankungen von kalt zu heiß gegeben sind. Ebenso ist es wichtig den Antriebsriemen nicht mit fettigen oder öligen (Haut-Öle) Finger anzugreifen, denn das kann die Qualität des Riemens beeinflussen.