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FAQ - häufig gestellte Fragen

f Warum haben Plattenspieler von Pro-Ject in der Regel keine Endabschaltung?
f Gibt es überhaupt ein Modell von Pro-Ject mit Endabschaltung?
f Bei den verschiedenen Modellen gibt es Spieler mit starrem Chassis, mit Subchassis und andere mit starrem Chassis und separat stehender Motoreinheit. Gibt es eindeutige Vor- und Nachteile?
f Haben die Plattenspieler eine Staubschutzhaube, und wie ist sie montiert?
f Welche Modelle haben einen montierten und justierten Tonabnehmer?
f Warum haben nicht alle Modelle einen montierten Tonabnehmer?
f Kann ich ohne weiteres einen Plattenspieler an meinen Verstärker anschließen?
f Kann ich zum Anschluss auch „bessere“ Cinch-Kabel verwenden?
f Wie erfolgt die Geschwindigkeitsumschaltung zwischen 33 und 45 U/Min?
f Ich spiele oft Singles. Geht es auch bequemer ohne den Riemen umzulegen?
f Wie erfolgt die Geschwindigkeitsumschaltung auf 78U/Min?
f Kann ich dann sofort Schellack-Platten abspielen?
f PLATTENSPIELER VON PRO-JECT SIND MECHANISCHE PRÄZISIONSINSTRUMENTE
f Ist es erforderlich die Transportschrauben des Motors zu entfernen?
f Warum haben Plattenspieler von Pro-Ject in der Regel keine Endabschaltung?
a Historisch haben Plattenspieler von Pro-Ject, wie die meisten anderen High-End-Plattenspieler auch, nicht die im Konsumbereich gewohnten Komfortmerkmale.
Eine Endabschaltung ist bequem, trägt aber auch dazu bei, die wertvollen (und heute oft unersetzbaren Schallplatten) nicht pfleglich zu behandeln. Die Schallplatte muss nach dem Abspielen entweder auf die andere Seite gedreht und weitergespielt oder aber zum Schutz wieder in die Plattenhülle eingeschoben werden. Dazu fordert das lästig erscheinende „Plopp - Plopp - Plopp“ erbarmungslos auf.
f Gibt es überhaupt ein Modell von Pro-Ject mit Endabschaltung?
a Ja! Das Modell Pro-Ject Xpression III Comfort hat eine Endabschaltung. Diese wird opto-elektronisch ausgelöst, stoppt den Antriebsmotor bei Erreichen der Auslaufrille und hebt den Arm mit einem Motorlift an. Der Arm wird nicht zurückgeführt.
f Bei den verschiedenen Modellen gibt es Spieler mit starrem Chassis, mit Subchassis und andere mit starrem Chassis und separat stehender Motoreinheit. Gibt es eindeutige Vor- und Nachteile?
a Vom Motor erzeugte Vibrationen, Trittschall und andere von außen auf den Plattenspieler einwirkende Schwingungen verschlechtern die Wiedergabequalität. Abhilfe schafft eine
  • Entkopplung des Motors von Chassis, Teller und Tonarm-/Tonabnehmerkombination (alle Modelle außer:6 PerspeX, RPM 9.1 Acryl, RPM 9.2 Evolution, RPM 10.1 Evolution und Xtension).
  • Entkopplung des Chassis und des Motors vom Subchassis, auf welches Teller und Tonarm-/Tonabnehmerkombination montiert sind (6PerspeX).
  • Getrennte Aufstellung von Motoreinheit und Chassis mit Teller und Tonarm-/Tonabnehmerkombination (RPM 9.1 Acryl, RPM 9.2 Evolution und RPM 10.1 Evolution).
f Haben die Plattenspieler eine Staubschutzhaube, und wie ist sie montiert?
a Bei allen Plattenspielern außer den Modellen der RPM-Line, Elemental-Line, Signature-Line und bei 2Xperience Basic+ ist eine auf Scharniere gesetzte Staubschutzhaube im Preis enthalten. Abnehmen während des Spielens verbessert unter puristischen Gesichtspunkten den Klang, da sich die Resonanzen einer zugeklappten oder offenen Haube über das Chassis und den Tonarm auf den Tonabnehmer übertragen. Die Plattenspieler sind daher in den Prospekten auch ohne Haube abgebildet. Wichtig für die Bemessung der Aufstellfläche des Plattenspielers: Die benötigte Gesamttiefe wird bei geöffneter Haube größer, siehe unter „Technischen Daten“ in der Produktinformation. Für die Modelle der RPM-Linie sind optional und gegen Berechnung die Universal-Staubschutzhauben Pro-Ject Cover it 1 und 2 aus transparentem Acrylglas verfügbar. Nur für die Modelle der Bauart RPM 9 gibt es eine einfachere und kostengünstigere Haube aus Kunststoff. Alle optionalen Hauben werden wie eine Käseglocke über den Plattenspieler gestülpt und während des Betriebs abgenommen.
f Welche Modelle haben einen montierten und justierten Tonabnehmer?
* Montierten und justierten Tonabnehmer optional.
a RPM 1.3 Genie - Ortofon OM 3E oder Ortofon 2M Red
Essential, Essential/Phono USB - Ortofon OMB 3E
Debut III und Debut III/Phono USB - Ortofon OM 5E
Juke Box - Ortofon OM 5E, Juke Box Esprit - Ortofon Alpha
1 Xpression III *, 1 Xpression III Comfort, 1 Xpression Classic *, RPM 5.1 * - Ortofon 2M Red
2 Xperience Classic * und 2 Xperience Acryl * - Ortofon 2M Red
2 Xperience Basic + - Ortofon MC 25 E

Bei allen anderen Modellen montiert Ihr Fachhändler den Tonabnehmer. Für viele Tonabnehmer unseres Lieferprogramms gibt es zusammen mit einem Plattenspieler vergünstigte Paketpreise.
f Warum haben nicht alle Modelle einen montierten Tonabnehmer?
a Historisch sind Plattenspieler und Tonabnehmer verschiedene Produktgattungen. Die meisten Plattenspielermarken hatten keine eigene Tonabnehmerfertigung. Die Tonabnehmerspezialisten wiederum bauten in der Regel keine Plattenspieler. Deshalb werden noch heute vor allem im hochpreisigen Segment Plattenspieler und Tonabnehmer individuell auf die Hörgewohnheit und das Budget des Kunden sowie auf die Klangstimmigkeit der Gesamtanlage ausgerichtet.
f Kann ich ohne weiteres einen Plattenspieler an meinen Verstärker anschließen?
a Nicht immer! Da die meisten Käufer von Hifi-Anlagen in den letzten 20 Jahren mit zunehmender Zahl gar keinen Plattenspieler mehr hatten, bestand für die Hersteller auch kein Grund mehr, einen Phonoeingang mit entsprechendem Phono-Vorverstärker einzubauen. Dies gilt für die Mehrzahl aller preiswerten Verstärker, Surround-Receiver und für praktisch alle Mini-Anlagen. Den gewonnenen Platz nahm ein (auch dringend benötigter) weiterer Hochpegel-Eingang ein. In neuerer Zeit hat die Ausstattung mit Phonoeingängen aber wieder zugenommen.
Prüfen Sie, ob Ihr Verstärker einen Phonoeingang (Buchsen-/Eingangswahl-Bezeichnung PHONO oder RIAA) hat.
Falls nicht, gibt es die Phono-Vorverstärker Phono Box II, Phono Box II USB das noch hochwertigere Modell Phono Box SE II sowie die Röhren-Phonovorverstärker Tube Box II und Tube Box SE II, die alle zwischen den Tonabnehmertypen MM (Moving Magnet) und MC (Moving Coil) umgeschaltet werden können.
Auch haben die in Verstärkern bereits eingebauten Phono-Vorverstärker nicht immer eine optimale Qualität. Die Klangqualität eines Plattenspielers wird durch den Einsatz von Phono Box II, Phono Box II USB, Phono Box SE II, Tube Box II oder einer Tube Box SE II oft erheblich gesteigert.
Phono-Vorverstärker werden zwischen den Plattenspieler und einen Hochpegeleingang des Verstärkers (AUX, TAPE IN, RESERVE, LINE IN) eingeschleift, dürfen also nicht zusätzlich am Phonoeingang angeschlossen werden.
In den Modellen Debut III/Phono USB und Debut III/Phono SB ist der zum eingebauten Tonabnehmer Ortofon OM 5E passende MM-Teil der Pro-Ject Phono Box II bereits integriert. Diese Modelle werden daher ebenfalls an einen Hochpegeleingang angeschlossen.
Mit dem Essential/Phono USB, dem Debut III/Phono USB, der Record Box USB und der Phono Box II USB ist ein Digitalisieren von Analogsignalen möglich. Das am USB-Ausgang ausgegebene Digitalsignal kann mit geeigneten Programmen auf Festplatte usw. aufgezeichnet werden.
f Kann ich zum Anschluss auch „bessere“ Cinch-Kabel verwenden?
a Alle 1 Xpression Varianten, 2 Xperience Varianten, RPM 5.1, RPM 6.1 SB, 6 PerspeX, RPM 9.1 Acryl, RPM 9.2 Evolution, RPM 10.1 Evolution und Xtension haben ein Anschlussterminal mit vergoldeten Cinch-Buchsen und ein beiliegendes Standardkabel.
An das Anschlussterminal können auch andere Cinch-Kabel angeschlossen werden, was zu unterschiedlichen Klangergebnissen führt. Ein beliebtes Thema für den Klangtüftler!
Bei allen kleineren Modellen ist ein Austausch des fest angelöteten Cinch-Kabels nur mit erheblichem Aufwand möglich und lohnt nur in seltenen Fällen.
f Wie erfolgt die Geschwindigkeitsumschaltung zwischen 33 und 45 U/Min?
a Die Standardgeschwindigkeit aller Plattenspieler von Pro-Ject beträgt für die heute meist gespielten Langspielplatten 33 U/Min. „Single“-Platten - sie enthalten pro Plattenseite nur einen einzigen Song, also einen „Single“- werden mit 45 U/Min abgespielt. Hierzu wird der Riemen auf dem Motor-Pulley manuell von der Stufe 33 U/Min auf die Stufe 45 U/Min gelegt. Vorher muss bei einigen Modellen der Teller abgenommen werden. Andere Modelle haben im Teller zwei Durchgrifföffnungen eingefräst, durch die nach Abnehmen der Filzmatte Motor-Pulley und Riemen zugänglich sind.
  • 1 Xpression III Comfort, RPM 6.1 SB und Xtension spielen ab Werk 45 U/Min per Tastendruck.
f Ich spiele oft Singles. Geht es auch bequemer ohne den Riemen umzulegen?
a Ja! Für „Single-Fans“ haben wir die optionale Pro-Ject Speed Box II und die Speed Box SE II entwickelt.
Beide Speed Box - Modelle werden zwischen den Plattenspieler und dessen Steckernetzteil eingeschleift. Sie schalten die Geschwindigkeit per Tastendruck elektronisch zwischen 33 U/Min und 45 U/Min um, wenn sich der Riemen auf der 33 U/Min-Position des Motor-Pulleys befindet.
  • 1 Xpression III Comfort, RPM 6.1 SB und Xtension benötigen die Speed Box nicht, sie spielen ab Werk 45 U/Min per Tastendruck..
  • An frühere Plattenspieler von Pro-Ject ohne Steckernetzteil kann nur die Speed Box SE II, nicht aber die Speed Box angeschlossen werden.
f Wie erfolgt die Geschwindigkeitsumschaltung auf 78U/Min?
a Die Modelle 1 Xpression III Comfort, RPM 6.1 SB und Xtension spielen 78 U/Min bereits ab Werk. Alle anderen Modelle spielen 78 U/Min mit Hilfe der optionalen Speed Box II oder einer Speed Box SE II sowie eines zusätzlichen Spezial-Pulleys für 78 U/Min, das gegen das Standard-Pulley ausgewechselt wird. Nach manuellem Umlegen des Riemens auf die Stufe 78 U/Min des Spezial-Pulleys läuft der Plattenspieler mit 78 U/Min, sobald auf der Speed Box II bzw. der Speed Box SE II die Taste „78 U/Min“ gedrückt wird.
Alle Essential Varianten alle 2 Xperience Varianten, 6 PerspeX, RPM 1.3 Genie, RPM 9.1 Acryl, RPM 9.2 Evolution und RPM 10.1 Evolution sind für 78 U/Min nicht eingerichtet.
f Kann ich dann sofort Schellack-Platten abspielen?
a Nein, meistens nicht! Für die serienmäßig mit dem Ortofon OM 5E ausgestatteten Debut III-Varianten liefern wir einen Nadeleinschub speziell für das Abspielen von Shelllack-Platten, der einfach gegen den Originaleinschub ausgetauscht wird. Eine Neujustage des Tonabnehmers ist nicht erforderlich.
Für den Festeinbau in allen anderen Modellen liefern wir den kompletten Tonabnehmer Ortofon OM 78.
f PLATTENSPIELER VON PRO-JECT SIND MECHANISCHE PRÄZISIONSINSTRUMENTE
a CD- und DVD-Spieler sind heute „aus dem Karton“ spielbereit. Selbst eine Transportsicherung ist in den meisten Fällen nicht mehr nötig. An das Stromnetz anschließen, Verbindung zum Verstärker herstellen, Platte einlegen und Play-Taste drücken - schon spielt es. Geht es aber um das Erfassen der Fülle aller Möglichkeiten und deren Einstellungen, können Stunden und Tage vergehen. Was in der Bedienungsanleitung eventuell nicht richtig oder unvollständig beschrieben ist, kann schon zur Verzweiflung treiben.
Im Vergleich dazu ist die Funktionsweise der Plattenspieler von Pro-Ject einfach zu begreifen. Nur ist ein Plattenspieler kein Produkt, dass „aus dem Karton“ spielbereit ist. Mit dem sorgfältigen Lesen der Bedienungsanleitung und einer ebenso sorgfältigen Schritt für Schritt-Montage lernen Sie die Funktionsweise der Geräte schnell kennen. Unsere Einsteiger-Modelle der Debut-Familie kommen einem „Plug & Play - Gerät“ jedoch sehr nahe.
Wichtig im Servicefall oder wenn Sie umziehen: Transport und Versand von Plattenspielern dürfen nur demontiert erfolgen! Oft erreichen uns Plattenspieler, die mit aufgelegtem Teller, aufgesetzter Haube, nicht gesichertem Tonarm und ungeschütztem Tonabnehmer versandt wurden. Vor allem sich selbständig machende Plattenteller richten dann meist einen Totalschaden an.

Hinweise zum korrekten Verpacken mit einem Schaubild aller Einzelteile und ihres Platzes in der Verpackung befinden sich in der Bedienanleitung zu jedem Plattenspielermodell.
f Ist es erforderlich die Transportschrauben des Motors zu entfernen?
a Üblicherweise wird mit entfernten Sicherheitsschrauben ein besseres Klangergebnis erzielt. Daher empfehlen wir grundsätzlich die Demontage von Sicherheitsschrauben. Der Motor hängt dann frei in der Aufhängung und Vibrationen werden durch den O-Ring absorbiert.

Leider beeinflussen jedoch viele externe und unvorhersehbare Einflüsse die Laufruhe des Motors beträchtlich. Jeder Motor ist ein individuelles Bauteil, welches sich unterschiedlich zu verschiedenen Einflussfaktoren verhält. So beeinflusst die Reinheit des Wechselstroms das Vibrationsverhalten des Motors sehr stark. Selbst die Art des verwendeten Netzteils (110V oder 220/30V) verändert die vom Motor erzeugten Vibrationen. Eine Vielzahl anderer externer Faktoren beeinflusst die Laufruhe des Motors zusätzlich negativ. Die Motoren werden zwar in unserem Werk auf Laufruhe und Vibrationen getestet und dementsprechend selektiert, es können aber nicht alle möglichen Kombinationen ausgetestet bzw. vorhergesehen werden.

Die freie Motoraufhängung reduziert die Übertragung dieser Vibrationen auf das Chassis weitestgehend. Im schlimmsten Fall können die Vibrationen des Motors in einem bestimmten Frequenzbereich jedoch so stark werden, dass die Aufhängung die Vibrationen noch verschlimmert! Daher ist es in manchen Fällen ratsam die Sicherheitsschrauben des Motors befestigt zu lassen, um dem Motor zusätzliche Stabilität zu geben. Die Schrauben dürfen aber keinesfalls zu stark angeschraubt werden, da sonst die dämpfende Wirkung der Aufhängung verloren geht! Die richtige Stärke kann nur mittels Versuch und Irrtum herausgefunden werden. Sobald beim Abspielen einer Spur ohne Signal kein Brummen aus den Lautsprechern zu hören ist, ist die korrekte Justierung erreicht.

Seit einiger Zeit verwenden wir für die Aufhängungen ein neuartiges Material. Dämpfer aus Thermo Elaso Plastimer (TPE) sind an jedem Auflagepunkt der Aufhängung montiert. Diese vermindern zusätzlich die Übertragung unerwünschter Vibrationen.

Achtung!

Oft wird ein brummender Motor mit elektrischen Erdungsgeräuschen, verursacht durch fehlende oder unzureichende Erdung des Plattenspielers, verwechselt. Sollte bei angehobener Abtastnadel ein „Brummen“ hörbar sein, so überprüfen Sie bitte den Anschluss des Erdungskabels. Dies hat nichts mit falscher Motorfixierung zu tun!

Für ältere Debut, 1Xpression und RPM-5.1 Versionen bieten wir ein upgrade Kit an, welches die neuen, verbesserten O-Ringe und ein Set TPE Dämpfer enthält.



Zuletzt geändert am 23.04.2014

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